Das australische Mataranka ist ein winziger Ort im Northern Territory, eine tropische Überraschung inmitten des sonst trockenen Landes, berühmt für seine heißen Quellen, die idyllische Wasserbecken bilden und umgeben sind von Palmen und einem tropischem Dschungelwäldchen. Nur zu gerne machen Touristen hier Halt, um sich auf den Fußweg zu diesem natürlichen tropischen Bad zu machen und in einem Wasser zu entspannen, dass konstante 34 Grad Celsius aufweist.
Einsam ist das abgelegene Mataranka mit seinen knapp 300 Einwohner (die Bewohner der Rinderfarmen und Aborigines-Siedlungen mitgezählt) nicht. Dazu liegt es zu nahe am Explorer’s Way, der Autoverbindung zwischen Darwin und Adelaide, nur eine Stunde von Katherine entfernt. Manchmal kann es im Becken der heißen Quellen so voll sein, dass die Badenden sich richtig drängeln müssen. Doch strömen täglich viele Millionen Liter heißes Wasser durch das Naturbad und halten es perfekt sauber, das Wasser, dem auch Heilkräfte zugeschrieben werden, tut dem Körper wohl und die wilde Natur ringsum kann so sehr beeindrucken, dass Mataranka auf jeden Fall einen Besuch wert ist.
Übernachtungsmöglichkeiten findet man auf Zeltplätzen und zum Beispiel im Mataranka Homestead Resort, eine Art Outback-Pub, in dessen Motelzimmern es auch Klimaanlagen gibt, dazu eine Gemeinschaftsküche und eine freundliche, kleine Bar, in der sich oft lange Plaudereien mit anderen touristischen Übernachtungsgästen ergeben. Ein Lädchen versorgt die Reisenden mit dem Nötigsten.
Wem es gelingt, die heißen Quellen am frühen Morgen oder in den späten Abendstunden zu besuchen, wird niemals vergessen, wie er den Pfad vom Mataranka Homestead Resort durch dichten Wald wanderte, um dann plötzlich das stille Quellbad vorzufinden, in dem auch Vögel Badegäste sind. Im Sommer kann es richtig spannend werden, tummeln sich dann doch Hunderte von lebhaften Flughunden in den Ästen der Bäume, machen großen Lärm und lassen auch den einen oder anderen Dreck auf die Köpfe der Besucher fallen.
Literaturfreunde finden in der Gegend um Mataranka, wegen seiner Abgelegenheit „Never Never“ genannt, den Schauplatz des autobiographischen Roman „We of the Never Never“ wieder, geschrieben im Jahr 1908 von der Autorin Jeannie Gunn. Mehrere der Bewohner einer kleinen Farm, von der Jeannie Gunn erzählt, liegen nun beerdigt auf einem Friedhof in der Nähe, ihre Namen stehen auf den Grabsteinen.
Auch wer sich für die Geschichte der Aborigines interessiert, wird von Mataranka nicht enttäuscht sein. Die Stockyard Gallery zeigt Kunst der in der Gegend lebenden Aborigines und im „Never Never“-Museum finden sich Ausstellungen rund um die lokale Geschichte der Ureinwohner.
Acht Kilometer vom Ort entfernt beginnt der Elsey National Park, ein beliebtes, aber nicht überlaufenes Naherholungsgebiet mit einer Landschaft, die geprägt ist durch den Flusslauf des großen Roper Rivers, der durch Felsformationen und in Kaskaden über Felsen fließt und sich in den Mataranka Falls ergießt - ein beeindruckendes Naturschauspiel. Im Elsey National Park kann man Kanu fahren, Angeln, Schwimmen oder an den Roper River Cruises teilnehmen, das sind geführte Bootstouren, die den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang andauern.
Wer nicht mit dem Auto unterwegs ist, nimmt den Bus von Alice Springs nach Katherine und steigt direkt in Mataranka aus. Auch werden von Katherine aus Halbtagestouren nach Mataranka angeboten.