Reisen Australien


5. Februar 2009

Kakadu Nationalpark

Kategorie: Reiseabschnitte – admin – 11:07


Der Kakadu-Nationalpark befindet sich hoch im Norden von Australien, circa 170 Kilometer von der Stadt Darwin entfernt. Seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt hat der Nationalpark einen Eintrag in das UNESCO-Weltnaturerbe zu verdanken. Mehr als 280 Vogelarten, über 60 Säugetierarten und 1600 Pflanzenarten sind im Park vertreten. Auf einem Gebiet von knapp 20.000 Quadratkilometern gibt es hier verschiedene Landschaftsbilder zu bestaunen - unter anderem weitläufige Wald- und Feuchtgebiete, aber auch Hochplateaus mit rauen Sandsteinflanken.

Die Ureinwohner Australiens schufen die heutige Form des Parks mit ihren Landschaftsformen, Pflanzen und Tieren. Noch heute wird der Park zum Teil von Aborigines verwaltet, die das hohe Kulturerbe erhalten und es dem Besucher vermitteln möchten.

Im Kakadu-Nationalpark vorherrschend sind zwei Jahreszeiten: man unterscheidet Trocken- und Regenzeit. Die Trockenzeit dauert von April bis September und es herrscht eine durchschnittliche Temperatur von 32° C. Regenfälle sind eher selten, so dass diese Jahreszeit bei Touristen die beliebteste ist. Auch kann man die Tiere in diesen Monaten am besten beobachten, da sie sich auf die Suche nach Wasser begeben.
In der Regenzeit hingegen sind die Temperaturen zwar auch noch sehr hoch, jedoch steigt die Luftfeuchtigkeit auch unangenehm an. Durch die heftigen Regenfälle sind Teile des Parks nicht befahrbar.

Ein besonderes Besucherhighlight im Kakadu-Nationalpark sind die Felsmalereien, die sich in Höhleneingängen und auf Felsübergängen befinden. Diese stammen hauptsächlich von den Aborigines, welche hier Tausende von Jahren lang lebten. Aus den Malereien erfährt man viel über das Leben der Ureinwohner: es sind verschiedene Szenen dargestellt, so zum Beispiel Jagdszenen, religiöse Szenen oder auch die Darstellung von Helden und ihren Taten. Eine der Hauptaufgaben der Park Ranger ist die Erhaltung dieser schönen Malereien, denn der im Nationalpark auftretende Monsun könnte diese Kulturschätze zerstören.

Neben den Felsmalereien locken vor allem die atemberaubenden Wasserfälle im Nationalpark Tausende Besucher an - jährlich sind es circa 200.000!

Auch einige seltene Tierarten gibt es im Park zu bestaunen; Krokodile und Schlangen leben hier in freier Wildbahn.
Touristen können sich einer der angebotenen Führungen anschließen oder aber den Park auf eigene Faust mit dem Auto erkunden. Übernachtungsmöglichkeiten werden genügend angeboten und reichen von der einfachen Campingunterkunft bis hin zum 5-Sterne-Hotel. Die meisten Unterkünfte befinden sich im Ort Jabiru.

Diese Sehenswürdigkeiten sollte man im Kakadu-Nationalpark auf keinen Fall verpassen:

- den Mirrai-Aussichtspunkt, von dem aus sich ein herrlicher Panoramablick auf ausgedehnte Eukalyptuswald-
gebiete bietet
- den Anbangbang-Teich, ein mit Wasserlilien überfluteter Teich, in dem die unterschiedlichsten Wasservögel
ihr Zuhause gefunden haben
- eine Flussfahrt auf dem East Alligator Fluss
- Gunlom Teich, ein überwältigender Wasserfall, den man auch ersteigen und die über ihm befindlichen
Höhlen besichtigen kann
- Mamukala-Feuchtgebiet; hier ermöglicht eine überdachte Beobachtungsplattform, Vögel in ihrem
natürlichen Lebensraum zu erleben

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