Reisen Australien


3. Februar 2009

Darwin

Kategorie: Reiseabschnitte – admin – 16:05


Darwin, Australiens nördlichste Stadt und Brücke nach Asien ist eine pulsierende und multikulturelle Hafen-Metropole mit tropischem Flair.

Sie wurde im Jahre 1866 unter dem Namen „Palmerstone“ gegründet – einen eigenen Stadtteil unter diesem Namen gibt es übrigens heute noch.

Es leben insgesamt etwa 112.000 Einwohner aus 75 verschiedenen Nationalitäten hier, von denen etwa ein Viertel Aborigines oder Torres-Strait-Insulaner sind. Diese quirlige Großstadt mit ihrer entspannten, relaxten Atmosphäre ist internationaler Treffpunkt für neugierige Weltenbummler und Rucksacktouristen, sogenannte Backpacker.
Die Statistik sagt, Darwin ist die am schnellsten wachsende Stadt in Australien und dementsprechend hochgesteckt sind die Ziele und Zukunftspläne in dieser Region. In wenigen Jahrzehnten erwartet man hier mehr als eine halbe Million Einwohner, weswegen heute schon sehr kräftig in eine moderne Infrastruktur investiert wird.

Die beste Reisezeit für Darwin ist die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober. In dieser Zeit gibt es warme und sonnige Tage und kühlere Abende. Die Quecksilbersäule bewegt sich dann zwischen 30 und 35°C. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum in Darwin die Zeit etwas langsamer läuft und Fremde grundsätzlich immer auffallen, weil sie sich tagsüber draußen aufhalten und zudem noch viel zu schnell laufen.

In der Zeit zwischen November und März kommt es häufig zu monsunartigen Regenfällen und es ist aus diesem Grund sehr schwül. Vor allem die nichtasphaltierten Strassen sind in dieser Zeit nahezu unpassierbar.

Besonders wenn im australischen Sommer tage- oder manchmal wochenlange Schwüle über der Stadt Darwin liegt, findet man mit Sicherheit keine besseren Orte als die zahlreichen Meeresstrände und Badeseen in der Umgegend in denen man sich wenigstens ein wenig abkühlen kann. Besonders empfehlenswert sind hier die überwachten Badeseen, in denen man keine Angst haben muss etwa dem „Box Jelly Fish“, einer giftigen Würfelqualle oder dem gefährlichen Salzwasserkrokodil zu begegnen.

Aber Darwin hat natürlich für seine Gäste noch weit mehr attraktive Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Dazu gehört zweifellos das „Aquascene“ am Nordende der Esplanade. Hier kommen mit der Flut hunderte, teilweise auch größere Meeresfische an die Küste, die man als Besucher dann von Hand füttern darf. Vor dem Besuch ist deshalb dringend zu raten, vorab die Gezeiten- bzw. Fütterungszeiten zu erfragen, um dieses Schauspiel richtig zu erleben.
Am östlichen Ende der Esplanade findet man die eindrucksvolle wieder aufgebaute Christchurch Cathedral, die durch einen Zyklon fast völlig zerstört wurde.

Das Museum & Art Gallery of the NT besitzt eine beispielhafte Sammlung von Aboriginal- und Tiwi-Kultur, südostasiatischen und polynesischen Kunstgegenständen sowie das ausgestopfte Krokodil „Sweetheart“, das größte Exemplar, das jemals in dieser Gegend gefangen wurde. In diesem Museum werden ebenfalls neu entdeckte Tier- und Pflanzenarten katalogisiert, weswegen es auch als biologisches Forschungsinstitut dient und einen hervorragenden Namen hat.

Der Botanische Garten oberhalb des Fannies Bay wurde vor mehr als einem Jahrhundert angelegt und beherbergt mehr als 400 tropische Palmenarten, einen Regenwald in Kleinformat sogar mit einem Wasserfall sowie einen herrlichen Orchideengarten. Der südliche Teil dieses Gartens beherbergt ein Amphitheater in dem es sogar hin und wieder Aufführungen stattfinden.

Darwins alte Hafenanlage, Stokes Hill Wharf, sorgt heute ebenfalls für einen fast endlosen Touristenstrom. In einer alten Lagerhalle hat sich heute das „Christo’s Seafood Restaurant“ einquartiert und im Umfeld sind noch andere zahlreiche Gaststätten, Shops und Geschäfte zu finden. Das lange Zeit vergessene und vernachlässigte Hafenviertel ist heute wirklich ein beliebter Touristenmagnet.

Diese und noch unzählige weitere sehens- und entdeckenswerte Ziele machen Darwin zu einer der beliebtesten australischen Städte.

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